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Individuelle Lernzeit für Klasse 7

Unser Plan ab dem Schuljahr 2020/21

„Das kann ich schon!“
„Simple past…was ist das?“
„Unsere Lehrerin war oft krank, das haben wir nicht geschafft.“
„Ich habe im Ausland gelebt und kann fließend Englisch/Französisch, ich langweile mich.“
„Beim Bruchrechnen bin ich unsicher und würde gern mehr üben.“
Solche Sätze hören wir häufig von den Schülerinnen und Schülern unserer 7. Klassen und diese könnten von ähnlichen Aussagen der unterrichtenden Kollegen ergänzt werden. Alle Kinder sind unterschiedlich und das wollen wir ernst nehmen. Vorerfahrungen, Entwicklungsstand und Interessen streben auseinander.
Um die guten Schülerinnen und Schüler zu fördern, Langeweile zu verhindern und um Schülerinnen und Schülern eine Chance zu geben, ihre Lücken zu schließen, wurde die Idee der Individuellen Lernzeit geboren.
Kurz zur Historie: Seit unserem Zukunftstag im Sommer 2018, der unter dem Thema „Es ist Schule und alle wollen hin!“ stand, beschäftigen wir uns verstärkt damit, die Schule auf verschiedene Weise für alle Beteiligten attraktiver zu gestalten. An einem Studientag im Dezember 2018 haben wir an Ideen des Zukunftstages weitergearbeitet und aus dieser Arbeit sind drei größere Projekte entstanden, eines davon ist die Individuelle Lernzeit. Alle drei Projekte lassen sich unter dem später verabschiedeten Schulentwicklungsziel der Förderung der Selbständigkeit unserer Schülerinnen und Schüler zusammenfassen.
(Für Interessierte: die beiden anderen Projekte sind die Optimierung von Vertretungsunterricht sowie die Gestaltung von Projekttagen.)
Was ist nun aber Individueller Lernzeit zu verstehen? Bisher ist noch nichts konkret verabschiedet, aber der Plan ist, dass alle Hauptfächer eine Stunde in einen Pool geben, so dass wir vier Stunden Individuelle Lernzeit zur Verfügung haben. In zwei Blöcken arbeiten die Schülerinnen und Schüler eigenverantwortlich und selbstbestimmt, wenn auch nach vereinbarten Vorgaben, an Inhalten der vier Fächer Deutsch, Mathematik, Englisch und Französisch. Dies soll in fachspezifischen Räumen passieren, mindestens ein Raum davon wird ein „Raum der Stille“ sein.
Sie arbeiten also:

  • mit persönlichen Schwerpunktsetzungen
  • mit individueller Planung
  • auf unterschiedlichem Leistungsniveau (auch je Fach unterschiedlich)
  • in anderen Lerngeschwindigkeiten
  • mit verschiedenen Unterstützungssystemen:
    • durch Lehrerinnen und Lehrer
    • durch Arbeitsmaterial in Papier- oder Buchform oder auch medial gestützt
    • durch gegenseitiges Helfen
  • in verschiedenen Arbeitsformen
  • in kleineren Gruppen

Im Laufe dieses Schuljahres werden in Zusammenarbeit mit der Deutschen Schulakademie unsere Überlegungen konkretisiert und weitergedacht. In einer „Pädagogischen Werkstatt“ (ein Kooperationsprojekt der Senatsverwaltung mit der Deutschen Schulakademie) wird ein Team das Projekt weiterentwickeln und voranbringen, parallel findet in den betreffenden Fachgruppen eine Weiterarbeit statt.
Sie sind gespannt? Wir auch!
Wir halten Sie an dieser Stelle auf dem Laufenden.